Seit Version 4.3.0 unterstützt PHP einen neuen
Typ SAPI (Server Application Programming
Interface) namens CLI (Command Line
Interface). Wie der Name schon verrät, liegt das
Hauptaugemerk dieses SAPI-Typs auf der Entwicklung
von Anwendungen für die Kommandozeile (und auch den Desktop) mit
PHP. Es gibt etliche Unterschiede zwischen dem
CLI SAPI und anderen SAPIs,
die in diesem Kapitel beschrieben werden. Es ist erwähnenswert,
dass CLI und CGI verschiedene
SAPIs sind, obwohl sie viele Verhaltensweisen teilen.
Das CLI SAPI wurde zum ersten Mal mit
PHP 4.2.0 eingeführt, war aber noch experimentell
und musste explizit mit --enable-cli beim
./configure-Aufruf eingeschaltet werden. Seit
PHP 4.3.0 ist das CLI SAPI nicht
länger experimentell und die Option --enable-cli
standardmäßig auf aktiviert. Sie können
--disable-cli benutzen, um es auszuschalten.
Von PHP 4.3.0 an werden Namen, Pfade und
Vorhandensein der CLI/CGI-Binaries voneinander abweichen, abhängig
davon, wie PHP auf Ihrem System installiert ist.
Standarmäßig werden nach dem Aufruf von make
sowohl CGI als auch CLI kompiliert und als sapi/cgi/php
beziehungsweise sapi/cli/php in Ihrem
PHP-Quellcodeverzeichnis hinterlegt. Sie werden bemerken, dass beide
php heissen. Was während
make install passiert, hängt von Ihrem
configure-Kommando ab. Wenn ein Modul-SAPI während configure gewählt
wird, wie etwa apxs oder wenn die
--disable-cgi-Option benutzt wird, wird das CLI
während make install nach
{PREFIX}/bin/php kopiert, ansonsten wird das CGI
dort hinterlegt. Also wird, wenn beispielsweise
--with--apxs in Ihrem configure-Kommando auftaucht,
das CLI während make install nach
{PREFIX}/bin/php kopiert. Wenn Sie die Installation
des CGI-Binaries außer Kraft setzen wollen, benutzen Sie
make install-cli nach
make install. Alternativ können Sie
--disable-cgi in Ihrem configure-Kommando angeben.
Hinweis:
Weil sowohl --enable-cli als auch
--enable-cgi standardmäßig eingeschaltet sind,
muss --enable-cli in Ihrem configure-Kommando
nicht zwingend bedeuten, dass das CLI während
make install nach
{PREFIX}/bin/php kopiert wird.
Die Windows-Pakete zwischen PHP 4.2.0 und PHP 4.2.3 enthielten das
CLI als php-cli.exe, beheimatet im selben
Verzeichnis wie das CGI php.exe. Beginnend mit
PHP 4.3.0 enthält das Windows-Paket das CLI als php.exe
in einem eigenen Verzeichnis namens cli, also
cli/php.exe. Beginnend mit PHP 5 wird das CLI im
Hauptordner als php.exe ausgeliefert. Die CGI-Version
heisst php-cgi.exe.
Seit PHP 5 gibt es eine neue Datei, php-win.exe. Diese ist
identisch mit der CLI-Version, die einzige Ausnahme besteht darin, dass
php-win nichts ausgibt und somit keine Konsole bietet. (Es erscheint keine
"MS-DOS-Eingabeaufforderung".) Dieses Verhalten ist ähnlich php-gtk. Sie
sollten die folgende Option für ./configure benutzen:
--enable-cli-win32.
Hinweis:
Welche SAPI habe ich?
Auf der Kommandozeile wird Ihnen die Eingabe von php -v
verraten, ob Sie php als CGI oder CLI einsetzen.
Sehen Sie sich auch die Funktion php_sapi_name()
und die Konstante PHP_SAPI an.
Hinweis:
Eine UNIX manual page wurde in PHP 4.3.2 hinzugefügt.
Sie können sie ansehen, indem sie man php auf der
Kommandozeile eintippen.
Beachtenswerte Unterschiede des CLI SAPI verglichen mit
anderen SAPIs:
Anders als beim CGI SAPI werden keine
Header auf der Standardausgabe ausgegeben.
Obwohl das CGI SAPI einen Weg bietet, HTTP-Header zu
unterdrücken, gibt es keine gleichwertige Option, sie im CLI
SAPI anzuzeigen.
CLI wird standardmäßig im stillen Modus gestartet, dennoch gibt
es die Optionen -q und --no-header
aus Kompatibilitätsgründen noch, so dass Sie auch ältere CGI-Skripte noch
benutzen können.
Es verändert das Arbeitsverzeichnis nicht zu dem des Skriptes.
(Die Optionen -C und --no-chdir
wurden aus Kompatibilitätsgründen beibehalten.)
Fehlermeldungen in Plaintext (keine HTML-Formatierung).
Es gibt bestimmte php.ini-Direktiven, die vom
CLI SAPI außer Kraft gesetzt werden, weil sie in
einer Kommandozeilenumgebung keinen Sinn ergeben.
Es kann sehr schwierig sein, eine Fehlermeldung auf der
Kommandozeile zu lesen, wenn sie mit all diesen bedeutungslosen
HTML-Tags vollgestopft ist, deswegen wird
diese Direktive auf FALSE gesetzt.
Es ist erwünscht, dass alle Ausgaben, die von
print(), echo() und Konsorten
kommen, sofort auf die Ausgabe geschrieben werden und nicht in
irgendeinem Puffer gecacht werden. Sie können immer noch
output buffering benutzen,
wenn Sie die Standardausgabe aufschieben oder manipulieren wollen.
Wegen der unendlichen Möglichkeiten, PHP in
Kommandozeilenumgebungen zu benutzen wurde die maximale
Ausführungszeit auf unbegrenzte Zeit eingestellt. Wohingegen
Anwendungen, die für das Web geschrieben wurden, oft in sehr kurzer
Zeit ausgeführt werden, neigen Anwendungen für die Kommandozeile
dazu, eine viel längere Ausführungszeit zu beanspruchen.
Weil diese Einstellung auf TRUE gesetzt ist, werden Sie immer
Zugriff auf argc (Anzahl der Argumente, die
der Anwendung übergeben wurden) und argv
(Array der eigentlichen Argumente) im CLI SAPI
haben.
Seit PHP 4.3.0 werden die PHP-Variablen
$argc und $argv registriert
und mit den entsprechenden Werten gefüllt, wenn das
CLI SAPI benutzt wird. Vor dieser Version
verhielt sich die Erzeugung dieser Variablen so wie in den
CGI- und MODULE-Versionen,
die die PHP-Direktive
register_globals auf
on verlangen. Ungeachtet der Version oder der
Einstellung von
register_globals
können Sie immer
$_SERVER oder
$HTTP_SERVER_VARS benutzen. Beispiel:
$_SERVER['argv']
Hinweis:
Diese Direktiven können nicht mit einem anderen Wert aus der
Konfigurationsdatei php.ini oder einer eigenen (falls angegeben)
initialisiert werden. Das ist eine Einschränkung, weil diese
Standardwerte angewandt werden, nachdem alle Konfigurationsdateien
durchlaufen wurden. Dennoch können die Werte zur Laufzeit
verändert werden (was aber für alle diese Direktiven keinen
Sinn ergibt, beispielsweise
register_argc_argv).
Um die Arbeit in der Kommandozeilenumgebung zu vereinfachen, wurden
folgende Konstanten definiert:
CLI-spezifische Konstanten
Konstante
Beschreibung
STDIN
Ein schon geöffneter Stream auf stdin.
Das erspart das Öffnen mit
<?php
$stdin = fopen('php://stdin', 'r');
?>
Wenn sie einzelne Zeilen von stdin lesen wollen, können Sie
folgendes Code-Fragment benutzen:
<?php $line = trim(fgets(STDIN)); // liest eine Zeile von STDIN fscanf(STDIN, "%d\n", $number); // liest eine Zahl von STDIN ?>
STDOUT
Ein schon geöffneter Stream auf stdout.
Das erspart das Öffnen mit
<?php
$stdout = fopen('php://stdout', 'w');
?>
STDERR
Ein schon geöffneter Stream auf stderr.
Das erspart das Öffnen mit
<?php
$stderr = fopen('php://stderr', 'w');
?>
Angesichts des oben genannten brauchen Sie beispielsweise nicht
selbst einen Stream für stderr öffnen, sondern
einfach die Konstante statt der Ressource benutzen:
php -r 'fwrite(STDERR, "stderr\n");'
Sie brauchen diese Ressourcen nicht explizit schliessen, weil sie
automatisch von PHP geschlossen werden, wenn
ihr Skript endet.
Das CLI SAPI ändert das aktuelle Verzeichnis
nicht auf das Verzeichnis des
ausgeführten Skriptes!
Ein Beispiel, das den Unterschied zum CGI SAPI zeigt:
Dies erlaubt eine größere Anpassungsfähigkeit beim
Schreiben von Kommandozeilenanwendungen in PHP.
Hinweis:
Das CGI SAPI unterstützt das Verhalten des
CLI SAPI anhand der Option -C,
wenn es auf der Kommandozeile gestartet wird.
Die Liste der Kommandozeilenoptionen, die das PHP-Binary
bereitstellt, können jederzeit abgerufen werden, wenn man
PHP mit der Option -h startet:
Usage: php [options] [-f] <file> [--] [args...]
php [options] -r <code> [--] [args...]
php [options] [-B <begin_code>] -R <code> [-E <end_code>] [--] [args...]
php [options] [-B <begin_code>] -F <file> [-E <end_code>] [--] [args...]
php [options] -- [args...]
php [options] -a
-a Run interactively
-c <path>|<file> Look for php.ini file in this directory
-n No php.ini file will be used
-d foo[=bar] Define INI entry foo with value 'bar'
-e Generate extended information for debugger/profiler
-f <file> Parse <file>.
-h This help
-i PHP information
-l Syntax check only (lint)
-m Show compiled in modules
-r <code> Run PHP <code> without using script tags <?..?>
-B <begin_code> Run PHP <begin_code> before processing input lines
-R <code> Run PHP <code> for every input line
-F <file> Parse and execute <file> for every input line
-E <end_code> Run PHP <end_code> after processing all input lines
-H Hide any passed arguments from external tools.
-s Display colour syntax highlighted source.
-v Version number
-w Display source with stripped comments and whitespace.
-z <file> Load Zend extension <file>.
args... Arguments passed to script. Use -- args when first argument
starts with - or script is read from stdin
Beim CLI SAPI gibt es drei verschiedene
Möglichkeiten, den zur Ausführung bestimmten
PHP-Code zu übergeben:
PHP mitteilen, eine bestimmte Datei auszuführen.
php my_script.php
php -f my_script.php
Beide Arten (ob sie die Option -f benutzen oder
nicht) führen die Datei my_script.php aus.
Sie können eine beliebige Datei ausführen - Ihr PHP-Skript
muss nicht die Dateiendung .php haben, sie
kann einen beliebigen Namen und eine beliebige Endung haben.
Den PHP-Code, der ausgeführt werden soll,
direkt auf der Kommandozeile übergeben.
php -r 'print_r(get_defined_constants());'
Bezüglich Ersetzung von Kommandozeilenvariablen und Benutzung von
Quotes muss besondere Vorsicht getroffen werden.
Hinweis:
Betrachten Sie das Beispiel sorgfältig, es sind keine Start- oder
Endtags gesetzt! Die Option -r benötigt sie nicht.
Werden sie dennoch verwendet, kommt es zu einem Parser-Fehler.
Stellen Sie den PHP-Code, der ausgeführt werden soll,
über den Standard-Input (stdin) bereit.
Dies eröffnet die leistungsfähige Möglichkeit,
PHP-Code dynamisch zu generieren und ihn dem
PHP-Binary zu übergeben, wie in diesem
möglichem Beispiel:
Sie können diese drei Möglichkeiten zur Ausführung nicht kombinieren.
Wie jede Kommandozeilenanwendung nimmt das PHP-Binary
etliche Argumente entgegen, aber auch ein PHP-Skript
kann Argumente entgegennehmen. Die Anzahl der Argumente, die an ein
Skript übergeben werden können, ist nicht von PHP
beschränkt (aber die Kommandozeilenumgebung hat ein bestimmtes Größenlimit
für die Anzahl der Argumente, die übergeben werden können; normalerweise
werden Sie dieses Limit nicht erreichen). Die Argumente, die dem Skript
übergeben werden, sind in dem globalen Array $argv
gespeichert. Der Null-Index enthält immer den Skriptnamen (das bedeutet
-, wenn der PHP-Code entweder
von der Standardeingabe oder von der Kommandozeilenoption
-r kommt). Die zweite registrierte globale
Variable ist $argc, die die Anzahl der Elemente
im Array $argv enthält
(nicht die Anzahl
Argumente, die dem Skript übergeben wurden).
Solange die Argumente, die Sie dem Skript übergeben möchten, nicht
mit dem Zeichen - beginnen, gibt es nichts besonderes
zu beachten. Ein Argument, das mit - beginnt zu
übergeben, wird Probleme bereiten, weil PHP
selbst denkt, dass sie verarbeitet werden muss. Benutzen Sie das
Argument-Trennzeichen -- um das zu vermeiden.
Nachdem dieses Trennzeichen von PHP geparst
wurde, wird jedes folgende Argument
unangetastet an das Skript weitergereicht.
# Dies führt nicht den angegebenen Code aus, sondern die Optionen von PHP anzeigen
$ php -r 'var_dump($argv);' -h
Usage: php [options] [-f] <file> [args...]
[...]
# Dies übergibt das Argument '-h' an Ihr Skript und zeigt die Optionen von PHP nicht an
$ php -r 'var_dump($argv);' -- -h
array(2) {
[0]=>
string(1) "-"
[1]=>
string(2) "-h"
}
Dennoch gibt es einen anderen Weg, um PHP für
Kommandozeilenskripte zu benutzen. Sie können ein Skript erstellen,
in dem die erste Zeile mit #!/usr/bin/php beginnt.
Nachfolgend können Sie normalen PHP-Code innerhalb
der PHP-Start- und -End-Tags setzen. Sobald Sie
die Datei ausführbar gemacht haben (beispielsweise
chmod +x test), kann Ihr Skript wie ein normales
Kommandozeilen- oder Perl-Skript gestartet werden.
#!/usr/bin/php <?php var_dump($argv); ?>
Angenommen, die Datei heißt test und befindet
sich im aktuellen Verzeichnis, dann können wir nun folgendes tun:
Wie Sie sehen können, müssen Sie sich in diesem Fall um nichts weiter
kümmern, wenn Sie Ihrem Skript Paramater, die mit -
beginnen, übergeben.
Die Langformen der Optionen sind seit PHP 4.3.3 verfügbar.
Kommandozeilenoption
Option
Langform
Beschreibung
-a
--interactive
Startet PHP im interaktiven Modus. Wenn Sie PHP mit der Readline-Erweiterung (die unter
Windows nicht verfügbar ist) kompilieren, bekommen Sie eine feine Shell, komplett mit
einer Auto-Vervollständigung (das bedeutet, Sie können anfangen, einen
Variablennamen zu tippen, die TAB-Taste drücken und PHP vervollständigt den Namen)
und einem Verlauf der letzten Zeilen, auf den mit den Pfeiltasten zugegriffen
werden kann. Der Verlauf wird in der Datei
~/.php_history gespeichert.
Hinweis:
Dateien, die mit auto_prepend_file und auto_append_file eingebunden wurden,
werden in diesem Modus mit einigen Einschränkungen auch geparset - Funktionen
müssen etwa vor dem Aufruf definiert werden.
-c
--php-ini
Mit dieser Option kann man entweder ein Verzichnis angeben,
wo nach php.ini gesucht werden soll, oder man kann eine
eigene INI-Datei direkt angeben (diese
muss nicht php.ini heissen). Zum Beispiel:
Wenn Sie diese Option nicht angeben, wird die Datei an den
vorgegebenen Orten gesucht.
-n
--no-php-ini
php.ini komplett ignorieren. Diese Option gibt es seit PHP 4.3.0.
-d
--define
Diese Option erlaubt es Ihnen, einen eigenen Wert für eine beliebige
in php.ini erlaubte Direktive zu setzen. Die Syntax ist:
-d configuration_directive[=value]
Beispiele (die Zeilen sind aus layouttechnischen Gründen umgebrochen):
# Auslassen des Wertes setzt die Direktive auf "1"
$ php -d max_execution_time
-r '$foo = ini_get("max_execution_time"); var_dump($foo);'
string(1) "1"
# Übergeben eines leeren Wertes setzt die Direktive auf ""
php -d max_execution_time=
-r '$foo = ini_get("max_execution_time"); var_dump($foo);'
string(0) ""
# Die Direktive wird auf das gesetzt, was nach '=' kommt
$ php -d max_execution_time=20
-r '$foo = ini_get("max_execution_time"); var_dump($foo);'
string(2) "20"
$ php -d max_execution_time=doesntmakesense
-r '$foo = ini_get("max_execution_time"); var_dump($foo);'
string(15) "doesntmakesense"
-e
--profile-info
Erweiterte Informationen für Debugger/Profiler erstellen.
-f
--file
Parst und führt die angegebene Datei aus. Diese Option ist nicht
verbindlich und kann weggelassen werden. Alleinige Angabe des
Dateinamens ist ausreichend.
-h und -?
--help und --usage
Mit dieser Option bekommen Sie Informationen über die tatsächlichen
Kommandozeilenoptionen und kurze Beschreibungen dazu.
-i
--info
Diese Kommandozeilenoption ruft phpinfo()
auf und gibt das Ergebnis aus. Wenn PHP
nicht korrekt funktioniert, ist es ratsam, php -i
zu benutzen und nachzusehen, ob etwa Fehlermeldungen vor oder
statt der Informationstabellen ausgegeben werden. Beachten Sie,
dass die Ausgabe bei Verwendung des CGI-Modus in HTML erfolgt
und deswegen ziemlich umfangreich ist.
-l
--syntax-check
Diese Option stellt eine angenehme Methode bereit, nur eine
Syntaxüberprüfung auf den angegebenen PHP-Code
durchzuführen. Bei Erfolg wird der Text No syntax errors
detected in <filename> auf die Standardausgabe
geschrieben und der Rückgabewert ist 0. Bei
Misserfolg wird der Text Errors parsing
<filename> zusätzlich zur internen
Parser-Fehlermeldung auf der Standardausgabe
ausgegeben und der Rückgabewert auf 255 gesetzt.
Diese Option wird keine Fatalen Fehler (wie undefinierte Funktionen)
finden. Benutzen Sie die Option -f, wenn sie
auch diese überprüfen wollen.
Hinweis:
Diese Option funktioniert nicht zusammen mit -r.
-m
--modules
Wird diese Option benutzt, gibt PHP die eingebauten (und geladenen) PHP- und
Zend-Module aus:
$ php -m
[PHP Modules]
xml
tokenizer
standard
session
posix
pcre
overload
mysql
mbstring
ctype
[Zend Modules]
-r
--run
Diese Option erlaubt die Ausführung von PHP
direkt aus der Kommandozeile. Die PHP-Start-
und -End-Tags (<?php und
?>) werden
nicht benötigt und verursachen
Parserfehler, wenn sie dennoch vorhanden sind.
Hinweis:
Man muss bei Benutzung dieser Form von PHP
aufpassen, dass es zu keinen Kollisionen mit
Kommandozeilenvariablen kommt.
Dieses Beispiel zeigt einen Parserfehler:
Das Problem hier ist, dass die sh/bash Variablen auch ersetzt,
wenn doppelte Anführungszeichen benutzt werden (").
Weil die Variable $foo wahrscheinlich nicht
definiert ist, passiert nichts. Der tatsächliche Code, der an
PHP übergeben wird, sieht so aus:
$ php -r " = get_defined_constants();"
Der korrekte Weg wäre, einfache Anführungszeichen zu benutzen
('). Variablen in einfachen Anführungszeichen
werden von sh/bash nicht ersetzt.
Wenn Sie eine andere Kommandozeilenumgebung als sh/bash benutzen,
könnten Sie auf weitere Probleme stoßen. Sie können gerne einen
Bugreport unter » http://bugs.php.net/ eintragen.
Man kann dennoch leicht in Schwierigkeiten kommen, wenn man versucht,
Kommandozeilenvariablen zu verwenden oder mit Backslashes zu escapen.
Sie wurden gewarnt.
Hinweis:
-r ist nur im CLI-SAPI
verfügbar und nicht im CGI-SAPI
Hinweis:
Diese Option ist für sehr rudimentäre Sachen gedacht. Deswegen werden manche
Direktiven (etwa auto_prepend_file und auto_append_file) in diesem Modus ignoriert.
-B
--process-begin
PHP-Code der ausgeführt werden soll, bevor stdin ausgewertet wird. Verfügbar seit PHP 5.
-R
--process-code
PHP-Code der für jede Eingabezeile ausgeführt werden soll. Verfügbar seit PHP 5.
Es gibt zwei spezielle Variablen in diesem Modus:
$argn und $argi.
$argn enthält die Zeile, die PHP gerade verarbeitet und
$argi enthält die Zeilennummer.
-F
--process-file
PHP-Datei die für jede Eingabezeile ausgeführt werden soll. Verfügbar seit PHP 5.
-E
--process-end
PHP-Code der nach der Verarbeitung der Eingabe ausgeführt werden soll.
Verfügbar seit PHP 5.
Ein Beispiel, wie man die Optionen -B, -R und
-E benutzt, um die Anzahl der Zeilen in einem Projekt zu zählen.
Den Quelltext mit farbiger Syntaxhervorhebung anzeigen.
Diese Option benutzt den internen Mechanismus zum Analysieren
der Datei, generiert eine HTML-Version mit
Syntax-Highlighting davon, und schreibt sie auf die
Standardausgabe. Beachten Sie, dass sie nur einen Block von
<code> [...] </code>-HTML-Tags
erzeugt, keine HTML-Header.
Hinweis:
Diese Option funktioniert nicht zusammen mit -r.
-v
--version
Schreibt die Version von PHP, PHP SAPI und
Zend auf die Standardausgabe. Zum Beispiel:
$ php -v
PHP 4.3.0 (cli), Copyright (c) 1997-2002 The PHP Group
Zend Engine v1.3.0, Copyright (c) 1998-2002 Zend Technologies
-w
--strip
Den Quelltext mit entfernten Kommentaren und Leerzeichen anzeigen.
Hinweis:
Diese Option funktioniert nicht zusammen mit -r.
-z
--zend-extension
Eine Zend-Erweiterung laden. Wenn nur ein Dateiname
angegeben wird, versucht PHP, die Erweiterung aus
dem momentanen Standard-Bibliotheken-Pfad auf Ihrem System zu laden
(auf Linux-Systemen normalerweise in
/etc/ld.so.conf angegeben). Wenn ein Dateiname mit
absoluter Pfadinformation übergeben wird, wird der Bibliotheken-Pfad
des Systems nicht benutzt. Ein relativer Dateiname mit
Pfadinformationen wird PHP nur veranlassen,
zu versuchen, die Erweiterung in einem Pfad relativ zum
aktuellen Verzeichnis zu laden.
Die ausführbare PHP-Version kann benutzt werden, um PHP-Skripte vollkommen
unabhängig von einem Webserver auszuführen. Wenn Sie auf einem UNIX-System
arbeiten, sollten Sie Ihrem Skript eine spezielle erste Zeile hinzufügen und
es ausführbar machen, so dass das System erkennt, welches Programm das Skript
ausführen soll. Auf einem Windows-System können Sie php.exe
mit der Doppelklick-Option von .php-Dateien verknüpfen.
Sie können auch eine Batchdatei erzeugen, um das Skript von PHP ausführen zu
lassen. Die erste Zeile, die dem Skript hinzugefügt wird, damit es unter UNIX
läuft, stört unter Windows nicht, so dass Sie auf diese Weise problemlos
plattformübergreifende Programme schreiben können. Sie finden anschließend
ein einfaches Beispiel, wie man ein Kommandozeilenprogramm in PHP schreibt.
Example#1 Ein Skript, das von der Kommandozeile aus ausgeführt werden soll (script.php)
Das ist ein Kommandozeilenprogramm in PHP mit einer Option.
benutzung: <?php echo $argv[0]; ?> <option>
<option> kann ein Wort sein, das Sie gerne ausgeben möchten. Mit den Optionen --help, -help, -h oder -? bekommen Sie diese Hilfe.
<?php } else { echo $argv[1]; } ?>
In dem oben beschriebenen Skript haben wir die erste Zeile dazu benutzt
anzugeben, dass die Datei von PHP ausgeführt werden soll. Wir arbeiten hier
mit einer CLI-version, deswegen werden keine HTTP-Header ausgegeben. Es gibt
zwei Variablen, die Sie in Kommandozeilen-Applikationen mit PHP benutzen
können: $argc und $argv. Die erste ist
die Anzahl der Argumente plus Eins (dem Namen des laufenden Skripts). Die
zweite ist ein Array, das die Argumente enthält, beginnend mit dem Skriptnamen
als Nummer Null ($argv[0]).
In dem oben genannten Programm haben wir überprüft, ob es weniger oder mehr
als zwei Argumente gibt. Falls das Argument --help,
-help, -h oder -?
war, haben wir die Hilfe-Nachricht mit dem dynamisch übergebenen
Skriptnamen ausgegeben. Wenn wir ein anderes Argument erhalten haben, haben
wir es ausgegeben.
Wenn Sie das oben genannte Skript unter UNIX laufen lassen wollen, müssen Sie
es zuerst ausführbar machen, und es danach einfach als
script.php echothis oder
script.php -h aufrufen. Unter Windows können Sie zu diesem
Zweck eine Batchdatei erstellen:
Example#2 Batchdatei zur Ausführung eines Kommandozeilen-Skripts in PHP (script.bat)
@C:\php\php.exe script.php %1 %2 %3 %4
Angenommen, Sie haben das Programm script.php genannt
und die CLI-php.exe hat den Pfad
c:\php\php.exe, wird diese Batchdatei es mit den von
Ihnen übergebnen Optionen ausführen:
script.bat echothis oder
script.bat -h.
Sehen Sie sich auch die zusätzlichen Funktionen in der Dokumentation der
Readline-Extension an, um Ihre in PHP
geschriebenen Kommandozeilenanwendungen zu verbessern.